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| Das kommende finanzielle Inferno: Profitabel die zukünftigen ökonomischen Katastrophen meistern
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Für den Einstieg zum Thema, geschrieben vom Amerikaner für Amerikaner
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Das kommende finanzielle Inferno: Profitabel die zukünftigen ökonomischen Katastrophen meistern (Gebundene Ausgabe) Eine feine Sache beim Finanzbuchverlag ist die Möglichkeit, sich auf deren Website für die meisten dort angebotenen Bücher sowohl das komplette Inhaltsverzeichnis als auch eine Leseprobe im Pdf-Format anschauen zu können. Die Jungs (und Mädels) haben wohl begriffen, was ein potenzieller Käufer auch im Buchgeschäft zuerst tun würde, bevor er sich einen Schinken mit nach Hause nimmt.
Somit konnte man auch schon im Vorfeld sehen, um was es sich wohl in Herrn Panzners Buch (der übrigens die Frisur von Andy Warhol geklaut hat ;-) ) wirklich inhaltlich drehen würde; denn reißerische Buchtitel, denen nach 10 Seiten bereits die Luft ausgeht, gibt es schon zu Hauf. Auch die Leseprobe versprach einen sehr interessanten, flüssig gehaltenen Stil und vor allem eine manierliche Übersetzung, was beim Finanzbuchverlag nicht immer selbstverständlich ist.
Das Buch gliedert sich in vier Teile, von denen die ersten beiden hochgradig fesselnd sind. Ich habe endlich einmal in kurzer und verständlicher Form die Hintergründe über die Machenschaften und Verflechtungen der US-Finanzintermediäre präsentiert bekommen und den detaillierten Werdegang zur horrenden Überschuldung der amerikanischen Volkswirtschaft mit all ihren bedrohlichen Folgen.
Teil 3 und 4 flachen dann zunehmend ab. Hier wird, abgestuft in mehrere Stadien, ein düsteres Endzeitstimmungsbild gemalt. Konstruktiv verwertbare Vorschläge sind eher allgemeiner Natur. Es häufen sich Wiederholungen und Plattitüden (in Zeiten der Knappheit lieber regionale Lebensmittel bevorzugen, Innenstädte und Vororte meiden, erst Cash-Positionen halten-später umschichten in Rohstoffe und Edelmetalle, etc). Panzner überschüttet einen dann im hinteren Teil des Buchs mit vielen Webadressen (klar, bearisher Machart, wer pflegt die dann eigentlich noch, wenn jeder um die nackte Haut kämpft?), die man so oft wie möglich im Auge behalten soll, um auf noch schlimmere Ereignisse frühzeitig reagieren zu können. Toller Tipp, wenn u.U. gar kein Strom mehr zur Verfügung steht, bzw. durch Plünderungen gar kein Computer mehr im Haus weilt. Im weiteren Verlauf solle man (sehr überspitzt gesagt) auch keinem mehr trauen. Da lassen doch Polizeistaaten und Meister Orwell grüßen.
Gleichwohl muss man betonen, dass dieses Buch explizit für Amerikaner geschrieben wurde. Man merkt dies im gesamten Textverlauf, da der Autor davon ausgeht, die schlimmsten Horrorszenarien würden sich hauptsächlich in der neuen Welt abspielen, selbst wenn der restliche Globus durch die heutzutage noch engmaschigeren Verflechtungen in abgeschwächter Form auch in den Strudel gerät.
Mag Panzner im Worst-Case zwar davon ausgehen, die Vereinigten Staaten verhängten Ein- und Ausreiseverbote und in Übersee würde sowieso eine antiamerikanische Stimmung vorherrschen (von unserer Seite wohl eher Mitleid), so scheint er sich hier doch auf dem Holzweg zu befinden.
Denn: Wann immer es einem Volk durch Hungersnöte, wirtschaftliche Totalzusammenbrüche, etc so dreckig ging, dass vor Ort keine Perspektive mehr zu erkennen war, so packte ein nicht unbeträchtlicher Teil der Betroffenen sein Bündel und strebte dorthin, wo es zwar auch keine Wachteln vom Himmel regnet, aber die Bedingungen zumindest einigermaßen besser erschienen. Dies käme einem Massenexodus in Richtung alte Welt gleich.
Dazu dürfte es aber nicht kommen. Europa und andere Schwergewichte würden allein schon aus purem Selbstschutz beherzt eingreifen und umfangreiche finanzielle Hilfen zusagen, denn schließlich ist Amerika für die restliche Welt, wie der Autor (in anderem Zusammenhang) beschreibt, TOO BIG TO FAIL.
Insgesamt vergebe ich dennoch 4 Taler bzw. Sterne, da das Buch zu keiner Sekunde langweilig wurde und andere Leser sicher ihre eigenen Standpunkte haben werden. Der Preis ist für etwas mehr als 180 Seiten (die reine Abhandlung betreffend) grenzwertig. Wen das Thema interessiert, bekommt auch günstigere Alternativen, allerdings oftmals aus europäischer Feder.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. März 2008 | | | | | | | |
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