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| Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte von ,
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Enttäuschung
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Norman G. Finkelstein, was haben Sie sich nur bei schreiben gedacht? Eigentlich ist der Denkansatz vollkommen richtig und sicher hat man schlichtweg die gleiche Wahrnehmung, wenn es um gewisse politische Themen geht und sich mal wieder irgendein Vertreter einer jüdischen Institution zu Wort meldet und seine Meinung darlegt und immer wieder auf die in der Shoa erlittenen Qualen des jüdischen Volkes hinweißt. Auch von mir wird dies häufig als ungerecht empfunden, weil auch ich der Meinung bin, die Schuld ist getilgt. Das Problem des Buches ist aber, dass es sich in Wiederholungen ergeht immer und immer wieder, als wenn der Autor versuchen würde, einem eine Parole in Hirn zu hämmern. Und die lautet: Israel ist ganz böse, weil es unschuldige Palästinenser umbringt und foltert und wenn jemand was dagegen sagt ist man ein Antisemit oder gar ein Nazi." Auch hier wird sich so mancher sagen: Stimmt doch!" Leider kommt dies im Buch einfach nicht so rüber, ganz im Gegenteil. Während der erste Teil des Buches noch so manchen Aberwitz durchaus anschaulich darstellt und man als Leser durchaus noch einen Argumentationsstrang erkennen kann, beginnt im er schon gegen Mitte des 1. Teiles und vollständig im 2. Teil über Israel her zu ziehen. Er zählt an Hand von Beispielen tatsächliche und angebliche Kriegsverbrechen der israelischen Armee auf. Dies hat eher zur Wirkung, dass die Palästinenser als die Guten im Spiel dargestellt werden, obwohl einst die Araber mit Massakern an Juden den Konflikt in den 1930er und 1940er Jahren begonnen haben. Sicher ist Israel eine Besatzungsmacht, sicher sterben Tag für Tag Menschen im (Un-)Heiligen-Land", schlimm genug, aber dann genauso einseitig zu kommentieren, finde ich falsch. Er versucht noch nicht einmal ansatzweise die jüdische Mentalität zu erklären, ich finde es nämlich komisch, dass jede aber auch jede israelische Regierung (welcher politischen Richtung auch immer), mehr oder weniger hart gegen die Palästinenser vorgeht. Und vielleicht sollte man von der europäischen Selbsterfahrungsgruppenmentalität abkommen und schlichtweg praktisch denken. Irgendeiner muss nun mal verlieren, dass waren in den letzten 2000 Jahren die Juden. Verdient es nicht eher Respekt, dass dieses Volk trotzdem ein Volk geblieben ist, trotz Vertreibung, trotz Verfolgung, trotz (fast) Vernichtung. Dieses Volk hat gelernt, man muss hart sein um zu überleben. Und wenn das heißt, traue keinem Araber, dann ist das vielleicht in unseren Augen seltsam, aber in dieser nahöstlichen Region richtig. Falsch ist das jüdische Gruppen immer wieder das Gespenst eines Neo-euro-amerikanischen Antisemitismus" ins Spiel bringen, anstatt darauf zu verweisen, dass Israel ein Brückenkopf unserer abendländische Kultur in dieser Region ist und wir diesen Brückenkopf noch dringend benötigen werden.
Dieses Buch hat mich von einem Skeptiker israelischer Politik zu einem Befürworter gemacht.
Eine Rezension von J. Meister >
vom 11. September 2008 | | |
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